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Antikriegshaus
im Friedens- und Nagelkreuzzentrum 
Sievershausen

Kirchweg 4A
31275 Lehrte-Sievershausen
Fon 05175-5738
info@antikriegshaus.de

Öffnungszeiten: 
MO-DO 11:00 - 16:30
FR 11:00 - 14:30
SA,SO auf Anfrage

 

Neues und Nachrichten

25. Juni Friedenszentrum Braunschweig Flaggentag der Mayors for Peace mit Dr. Peter Brandt

23.Juni OFFENe HEIDe Absage Friedensweg aufgrund der Hitze

18.6. Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte Rundbrief Juni 2026

18. Juni OFFENe HEIDe Rundbrief OFFENe HEIDe zum 394. Friedensweg

15. Juni Combatants for Peace Vom lokalen Widerstand zur weltweiten Solidarität

8. Juni connection e.V. DRINGEND • Angekündigte Abschiebung von Nikita Zvezdov nach Kroatien • Kirchenasyl gesucht!

22. Mai Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden Das Schweigen brechen - Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden startet "Friedensgespräche"

19. Mai Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e.V. Die Verleugneten - Ausstellung über vermeintlich Asoziale und Berufsverbrecher im Nationalsozialismus

14. Mai proPeace Ein gefährliches Signal

12. Mai Ev. Friedensarbeit im Raum der EKD Zentraler Gottesdienst zur Ökumenischen Friedensdekade am Chiemsee

6. Mai Ernst Barlach Museum Ratzeburg Ernst Barlach - Käthe Kollwitz: Was ist denn Vaterland?

 

 

AGDF: Es geht auch anders!

275 Organisationen fordern zum Umdenken im Flüchtlingsschutz auf

Zum Weltflüchtlingstag stellt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Wohlfahrt, Menschenrechtsarbeit, Kirchen und Zivilgesellschaft unter dem Motto „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ gegen die Entrechtung von schutzsuchenden Menschen. 75 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention formulieren sie in einem Memorandum eine Zukunftsvision für einen starken Flüchtlingsschutz, von dem alle profitieren. Auch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) unterstützt das Papier.

„Es ist höchste Zeit für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik, die nicht die Flüchtlinge bekämpft, sondern deren Ursachen“, betont Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer. Dass es Menschen seien, die meist unfreiwillig ihre Heimat wegen Krieg, Unterdrückung und Verfolgung hätten verlassen müssen, sie zudem oft traumatisiert seien und daher einen Schutz genießen müssten, werde in den aktuellen politischen Debatten leider vergessen, kritisiert Gildemeister. „Stattdessen geht es in den Debatten primär um Abschreckung und Abschiebung von Geflüchteten“, so der AGDF-Geschäftsführer. Auch der neue Migrationspakt, der gerade von der EU beschlossen wurde, wie auch die geplanten Abschiebezentren außerhalb der EU gingen in diese Richtung. Gildemeister: „Das ist so nicht akzeptabel.“

Das heute veröffentlichte Memorandum „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ wird von Amnesty International, AWO Bundesverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Diakonie Deutschland, Handicap International und PRO ASYL herausgegeben und von 275 Organisationen, darunter 68 Bundesorganisationen inklusive der Evangelischen Kirche Deutschland, mitgetragen.

Mit Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren wurden die Rechte von Menschen, die Schutz vor Verfolgung suchen, völkerrechtlich verankert. Das bedeutet, Staaten müssen aktiv Verantwortung übernehmen und dürfen diese nicht anderen Ländern aufdrängen. In dem Memorandum entwerfen die Organisationen eine Zukunftsvision für einen starken und solidarischen Flüchtlingsschutz im 21. Jahrhundert:

„Verfolgte Menschen finden Schutz. Staatliche Grenzen stehen dem Recht des Einzelnen auf ein Leben in Sicherheit und Würde nicht entgegen. […] Ein Flüchtlingsschutz, der diesem Anspruch gerecht wird, ist möglich. Was dafür gestärkt werden muss, ist das, was uns als Gesellschaft trägt: Solidarität, Respekt im Umgang miteinander und die Bereitschaft, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Das ist die Basis für einen Flüchtlingsschutz, der für alle funktioniert und das Zusammenleben insgesamt verbessert.”

In dem Memorandum geben die Organisationen konkrete Impulse, wie ein funktionierender Flüchtlingsschutz gelingen kann. Aufgeteilt auf fünf Handlungsfelder, haben sie Themen identifiziert, über die Politik und Gesellschaft reden sollten:

1. Globalen Schutz schaffen, unter anderem das Konzept sicherer Drittstaaten abschaffen sowie den europäischen Solidaritätsmechanismus stärken und ausbauen.

2. Gewaltfreie Grenzen und sichere Fluchtwege ermöglichen, unter anderem das Verbot von Zurückweisung von Schutzsuchenden konsequent durchsetzen, eine ausnahmslos auf alle ausgerichtete staatliche Seenotrettung sicherstellen und die aktuell ausgesetzten Resettlement- und Familiennachzugsverfahren wiederaufnehmen.

3. Faire Asyl- und Gerichtsverfahren und Aufenthaltsperspektiven bieten, unter anderem jeden Asylantrag gründlich prüfen, eine behördenunabhängige Asylverfahrensberatung schaffen, zivilgesellschaftliche Unterstützungs- und Beratungsangebote bedarfsgerecht finanzieren und ausreichende Möglichkeiten zum Spurwechsel schaffen.

4. Gute Startbedingungen durch soziale Rechte ermöglichen, unter anderem das menschenwürdige Existenzminimum für alle effektiv und diskriminierungsfrei von Anfang an gewähren und für alle Zugang zu Integrationskursen und zum Arbeitsmarkt schaffen.

5. Teilhabe und Mitbestimmung – Gesellschaft gemeinsam gestalten, unter anderem mindestens das kommunalen Wahlrecht für alle einführen, die sich rechtmäßig seit mindestens fünf Jahren in Deutschland aufhalten, sowie Bundesprogramme wie „Demokratie leben” und „Gesellschaftlicher Zusammenhalt” ausreichend finanzieren.

Aktuell

Das Schweigen brechen - Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden startet "Friedensgespräche"

Pressemitteilung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) zum Start der „Friedensgespräche“ am 27. Mai.

Bonn, Deutschland - Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), ein Dachverband von 32 Organisationen und Institutionen, die im In- und Ausland Friedensarbeit leisten, kündigt die Einführung der "Friedensgespräche" an. Diese Initiative zielt darauf ab, die Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft bei entscheidenden friedenspolitischen Themen zu überwinden.

Die AGDF lädt am 27. Mai 2026 von 17 bis 19 Uhr zu einem digitalen Auftakt- und Vernetzungstreffen der "Friedensgespräche" ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die haupt- oder ehrenamtlich die Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft überwinden helfen wollen.

"Unsere Gesellschaft ist an vielen Orten verstummt, wenn es um die großen friedenspolitischen Fragen geht", sagt Ruben Kurschat, Koordinator des Projektes Friedensgespräche. "Das Projekt Friedensgespräche ermutigt Menschen, die schwierigen Gespräche dennoch zu führen – achtsam, respektvoll und offen. Wir unterstützen Gruppen, Initiativen und Gemeinden dabei, auch zu heiklen Themen im Dialog zu bleiben."

Die Initiative "Friedensgespräche" wird von den Friedensbeauftragten verschiedener evangelischer Landeskirchen, dem Lothar Kreyssig – Ökumenezentrum, dem Mennonitischen Friedenszentrum Berlin, Pax Christi, der Evangelischen Gemeinde Berlin-Kreuzberg und weiteren Kooperationspartnern unterstützt.

Die Handreichung "Ein Friedensgespräch initiieren" wird vorgestellt, die Menschen dabei unterstützt, die Sprachlosigkeit zu den wichtigen Friedensfragen zu überwinden. "Am Anfang steht die Begegnung von Menschen. Wenn wir dem Ansinnen, unser Gegenüber zu verändern, es von unserer Wahrheit zu überzeugen, mal eine Pause gönnen, werden Energien frei, die zu echter Veränderung führen können", sagt Ruben Kurschat.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Website unter www.friedensgespraeche.org oder kontaktieren Sie Ruben Kurschat unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Über die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)

Die AGDF ist ein Dachverband von 32 Organisationen und Institutionen, die im In- und Ausland Friedensarbeit leisten. Die in der AGDF engagierten Menschen finden sich nicht ab mit dem Widerstreit zwischen der Erwartung einer Welt, in der Friede herrscht, und der täglichen Erfahrung von Unfrieden, Gewalt und Ungerechtigkeit. Reale Schritte zum Frieden sind möglich und können gelingen.

Pressemitteilung als pdf

 

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Friedensverband kritisiert Umbau des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Friedensverband kritisiert Umbau des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

AGDF: Netzwerke für gesellschaftlichen Frieden müssen gestärkt, nicht geschwächt werden

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) kritisiert den Umbau des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Künftig soll nach jetzigen Informationen konstruktive Konfliktbearbeitung im Programm kein eigenständiges Arbeitsfeld mehr sein, auf den weiteren Aufbau von bundesweiten Strukturen für Konfliktbearbeitung verzichtet die Bundesregierung.

„Wir können diese politische Entscheidung nicht nachvollziehen. Gerade in konfliktreichen Zeiten müssen Kräfte gebündelt werden, die den gesellschaftlichen Frieden und das demokratische Miteinander fördern“, sagt Jan Gildemeister, Geschäftsführer der AGDF. „Konstruktive Konfliktbearbeitung ist ein elementarer Bestandteil unserer Demokratie. Es braucht dafür Fachwissen, Vernetzung und Anlaufstellen, an die sich Betroffene in Kommunen, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kitas, die Feuerwehr oder die Jugendarbeit in Konfliktlagen wenden können. Wir benötigen daher mehr und nicht weniger Strukturen für die Bewältigung gesellschaftlicher Konflikte“, macht er deutlich.

Durch den Umbau des Programms verliert auch der Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung Ende 2026 die staatliche Förderung. Er war Anfang 2025 angetreten, um Wissen der Konfliktbearbeitung in Deutschland zu bündeln, weiterzuentwickeln und für Akteure in Kommunen und Zivilgesellschaft leichter zugänglich zu machen. Als Teil des Kooperationsverbundes hat die AGDF dabei unter anderem den Ausbau des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung übernommen und bereits erste Erfolge erzielt: Das Bundesnetzwerk konnte durch die staatliche Anschubfinanzierung im Programm „Demokratie leben!“ von 15 auf rund 50 Organisationen anwachsen, die sich praktisch und fachpolitisch für konstruktive Konfliktbearbeitung in Deutschland einsetzen.

Insgesamt werden durch die Änderungen im Programm Synergien und Weiterentwicklungen im Arbeitsfeld Konfliktbearbeitung geschwächt. So verlieren auch die acht Innovationsprojekte zum Thema Konfliktbearbeitung im Programm „Demokratie leben!“ Ende des Jahres ihre Förderung.

„Radikalisierung, Polarisierung und menschenfeindliche Einstellungen gefährden unsere Demokratie und werden anschlussfähig, wo sie auf ungelöste Konflikte treffen. Dem können wir mit konstruktiver Konfliktbearbeitung etwas entgegensetzen“, ist Gildemeister überzeugt. „Die AGDF setzt sich daher auch künftig für Konfliktbearbeitung in Deutschland ein und dafür, dass sie eigenständiger Schwerpunkt bei ‚Demokratie leben!‘ bleibt“, unterstreicht der AGDF-Geschäftsführer.

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Friedensbewegung     Aktuell

 

Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie den Nahen Osten sind ein Spiel mit dem Feuer

AGDF: Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie den Nahen Osten sind ein Spiel mit dem Feuer

Rüstungsexporte in Konfliktregionen sind nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ein „Spiel mit dem Feuer“ und tragen dazu bei, dass Konflikte und Kriege möglich werden und eskalieren. Der Friedensverband bezieht sich dabei auf den jüngsten Bericht des schwedischen SIPRI-Instituts, wonach weltweit die Rüstungsexporte spürbar angestiegen sind und Deutschland mittlerweile der weltweit viertgrößte Waffenexporteur geworden ist.

„Das ist eine besorgniserregende Entwicklung“, mahnt Jan Gildemeister, der Geschäftsführer der AGDF. Die SIPRI-Zahlen würden belegen, dass es 2024 die bis dahin weltweit höchsten Rüstungsumsätze gegeben habe. „Und wir sehen, dass immer mehr Staaten auf Aufrüstung und militärische Stärke und weniger auf diplomatische Lösungen und Verhandlungen setzen“, gibt auch Vincenzo Petracca mit Blick auf den aktuellen SIPRI-Bericht zu bedenken. Er vertritt die AGDF in der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ und ist einer derer Sprecher.

Bedenklich ist nach Ansicht der AGDF, dass Deutschland laut SIPRI gerade auch viele Rüstungsgüter in den Nahen Osten liefert, nach Israel, Saudi-Arabien und Kuwait, wo aktuell Krieg geführt werde. Auch die Türkei sei ein wichtiger Empfänger deutscher Rüstungsgüter. „Das lässt den Schluss zu, dass deutsche Waffen möglicherweise dazu beitragen, dass militärisches Vorgehen in dieser Region möglich wird, vielleicht sogar die Eskalation der dortigen Konflikte begünstigt“, kritisiert Jan Gildemeister.

Israel führe derzeit zusammen mit den USA einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran und im Libanon, der Iran greift wiederum umgekehrt auch Ziele in den Golfstaaten und in der Türkei an. Dies könne dazu führen, dass diese Staaten offensiv in das Kriegsgeschehen eingreifen, warnt der Friedensverband. „Und das möglicherweise alles auch mit deutschen Waffen“, so der AGDF-Geschäftsführer.

„Rüstungsexporte in die Krisen- und Kriegsregionen der Welt oder in Staaten mit schlechter Menschenrechtsbilanz sind kein Ruhmesblatt für die Leistungsfähigkeit irgendeiner Industrie – sie sind ein gefährliches Spiel mit dem Leben der Menschen vor Ort“, macht Vincenzo Petracca deutlich.

Für die AGDF bedeutet das: Es muss eine Umkehr geben wieder hin zu einer Politik der Abrüstung, der Diplomatie und der Friedensverhandlungen und eine deutliche Begrenzung der Rüstungsexporte nach humanitären Kriterien. „Rüstungsgüter werden nicht einfach nur verkauft, sie kommen auch zum Einsatz“, warnen Jan Gildemeister und Vincenzo Petracca.

Aktuel

AGDF

Neu: Zentraler Gottesdienst zur Ökumenischen Friedensdekade am Chiemsee

Friedensverband kritisiert Umbau des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie den Nahen Osten sind ein Spiel mit dem Feuer

5 Jahre Atomwaffen-Verbotsvertrag

 

 

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