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Sea-Watch 5 wird beschossen – und ihr Kapitän wird angeklagt! Am 11. Mai wurde unser Bündnisschiff, die Sea-Watch 5, kurz nach einer Rettung von der sogenannten libyschen Küstenwache beschossen. Ein Patrouillenboot der Küstenwache drohte, das Rettungsschiff zu entern und die Geretteten rechtswidrig zurück nach Libyen zu zwingen. Dass sich eine hoch bewaffnete, von der EU finanzierte Miliz als „Küstenwache“ bezeichnet, ist so empörend wie absurd. Aber es wird nur noch absurder.
Nach dem Beschuss wurde der Crew ein näher gelegener Hafen für die Ausschiffung der 166 Geretteten verweigert, und das Rettungsschiff musste den etwa 1.000 km entfernten Hafen Brindisi ansteuern. Dort leiteten die italienischen Behörden rechtliche Maßnahmen ein – aber nicht gegen die gewalttätige „Küstenwache“, sondern gegen den Kapitän der Sea-Watch 5 wegen „Beihilfe zur unerlaubten Einreise“. Diese Täter-Opfer-Umkehr stellt einen klaren Versuch dar, die lebensrettende Arbeit unseres Bündnisschiffs zu verhindern.
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